Neville Goddard 1×1: Was bedeutet das verdammte Fühlen beim Manifestieren?

Lavendelstrand mit türkisfarbenem Meer

Wer sich mit Neville Goddard beschäftigt, stößt früher oder später auf eine seiner bekanntesten Aussagen: Feeling Is the Secret. Das Fühlen ist das Geheimnis. Doch was bedeutet das eigentlich? Musst du den ganzen Tag glücklich sein, ständig positive Gedanken haben und dich so verhalten, als wäre dein Wunsch bereits erfüllt? Und was passiert, wenn du morgens aufwachst, schlechte Laune hast oder deine gegenwärtige Realität überhaupt nicht zu dem passt, was du manifestieren möchtest?


Genau hier beginnt eines der größten Missverständnisse rund um Neville Goddard und das Gesetz der Annahme. Viele Menschen versuchen verzweifelt, das richtige Gefühl zu erzeugen. Sie wiederholen Affirmationen, visualisieren ihre Wünsche und kontrollieren jeden Gedanken. Sobald Zweifel auftauchen oder sich im Außen nichts verändert, glauben sie, beim Manifestieren etwas falsch gemacht zu haben. Manche geben irgendwann frustriert auf, weil sie es einfach nicht schaffen, sich dauerhaft glücklich, reich oder geliebt zu fühlen. 

Dabei geht es beim Gefühl des erfüllten Wunsches um etwas anderes. Du musst nicht rund um die Uhr vor Freude an die Decke springen. Es geht vielmehr um die Selbstverständlichkeit, mit der du etwas innerlich als wahr annimmst. Und genau diesen Unterschied möchte ich dir anhand von Neville Goddards Lehren und einigen einfachen Beispielen erklären.

Neville Goddard und seine Methode einfach erklärt

Neville Goddard war ein spiritueller Lehrer und Autor, dessen Lehren über die Vorstellungskraft, das Bewusstsein und das Gesetz der Annahme bis heute viele Menschen beschäftigen. Im Mittelpunkt seiner Philosophie steht die Vorstellung, dass wir innerlich den Zustand dessen annehmen sollen, was wir uns wünschen, anstatt weiterhin aus dem Gefühl heraus zu leben, dass uns etwas fehlt. Dabei geht es nicht nur darum, gelegentlich eine positive Affirmation zu sprechen oder sich für ein paar Minuten ein schönes Bild vorzustellen. Entscheidend ist der innere Zustand, aus dem heraus wir denken und die Welt betrachten.

Du kannst beispielsweise den ganzen Tag darüber nachdenken, wie schön es wäre, reich zu sein. Dabei bleibst du innerlich aber möglicherweise weiterhin der Mensch, der davon überzeugt ist, zu wenig Geld zu haben. Oder du beginnst, dich mit der Identität eines Menschen vertraut zu machen, für den Wohlstand selbstverständlich ist. Wie würde diese Version von dir denken? Was würde sie als normal empfinden? Welche Sorgen hätte sie nicht mehr? Genau darin liegt der Unterschied zwischen dem Wünschen und dem Leben aus dem erfüllten Zustand.

Die Neville Goddard Methode beschäftigt sich also nicht ausschließlich damit, was du haben möchtest, sondern vor allem damit, wer du innerlich bereits bist. Und damit sind wir bei einem seiner bekanntesten Werke angelangt.

Feeling Is the Secret: Fühlen bedeutet nicht, ständig glücklich zu sein

Der englische Begriff Feeling wird häufig mit Emotionen verbunden. Deshalb glauben viele Menschen, sie müssten beim Manifestieren besonders glücklich, dankbar oder euphorisch sein. Doch wenn Neville Goddard vom Gefühl des erfüllten Wunsches spricht, geht es vor allem um das innere Empfinden, dass der gewünschte Zustand bereits Wirklichkeit ist. Du kannst vollkommen überzeugt davon sein, dass etwas zu deinem Leben gehört, ohne deswegen ständig besondere Emotionen zu empfinden.

Denk beispielsweise an einen bevorstehenden Urlaub. Du weißt, dass du nächste Woche verreist. Natürlich kannst du dich darauf freuen, aber du musst nicht jede Stunde begeistert durch deine Wohnung hüpfen, um weiterhin davon überzeugt zu sein, dass du in den Urlaub fahren wirst. Vielleicht bist du gerade mit deiner Arbeit beschäftigt, vielleicht ärgerst du dich über etwas oder hast schlicht einen schlechten Tag. Trotzdem bleibt die Reise für dich eine Selbstverständlichkeit. Du weißt, dass du fahren wirst.

Oder nehmen wir einen Zahnarzttermin. Den hast du möglicherweise seit Wochen vereinbart, und besonders glücklich macht dich dieser Gedanke wahrscheinlich nicht. Trotzdem zweifelst du nicht ständig daran, ob der Termin überhaupt existiert. Du musst dir nicht jeden Morgen hundertmal vorsagen, dass du einen Zahnarzttermin hast. Du weißt es einfach. Genau diese innere Selbstverständlichkeit meine ich, wenn ich vom Fühlen des Endzustands spreche.

Wenn du dir etwas wünschstWenn du innerlich im Endzustand bist
Du fragst dich ständig, wann es endlich passiert.Du beschäftigst dich nicht dauernd mit dem Zeitpunkt.
Du suchst nach Zeichen und Bestätigungen.Deine innere Annahme gibt dir Sicherheit.
Du versuchst, ein bestimmtes Gefühl zu erzeugen.Der gewünschte Zustand fühlt sich zunehmend normal an.
Du probierst immer neue Techniken aus Angst, etwas falsch zu machen.Du nutzt Methoden, weil sie dir Freude machen und zu dir passen.
Du glaubst, erst nach der Erfüllung glücklich sein zu können.Du erlaubst dir, bereits jetzt glücklich zu sein.

Vielleicht erkennst du dich in der linken Spalte wieder. Das ist kein Grund, dich zu ärgern. Viele Menschen verstehen die Lehren von Neville Goddard zunächst genau so. Sie konzentrieren sich darauf, ein Gefühl zu erzeugen, statt sich mit der Frage zu beschäftigen, wie sich eine innere Gewissheit eigentlich anfühlt.

Neville Goddard auf Reddit: Warum das Fühlen so vielen schwerfällt

Gib einmal „Neville Goddard Reddit“ bei Google ein. Du findest zahlreiche Diskussionen über das Gesetz der Annahme, die Neville Goddard Methode, persönliche Erfahrungen und die Frage, wie man das Gefühl des erfüllten Wunsches tatsächlich erreicht. Viele Menschen beschäftigen sich intensiv mit seinen Lehren, berichten von persönlichen Erfolgen und tauschen sich über ihre Erkenntnisse aus. Andere haben seine Bücher mehrfach gelesen und versuchen trotzdem noch, bestimmte Zusammenhänge zu verstehen.

Besonders interessant finde ich die Diskussionen darüber, ob sich der erfüllte Wunsch überhaupt besonders anfühlen muss. Manche Mitglieder beschreiben, dass sie jahrelang versucht haben, mit Affirmationen und Visualisierungen bestimmte Emotionen hervorzurufen. Andere erklären, dass sich der Endzustand für sie eher wie eine ruhige Gewissheit anfühlt. Wieder andere fragen, wie sie sich beispielsweise reich fühlen sollen, wenn sie bisher nur Geldprobleme kannten. Und genau diese Fragen finde ich wichtig, denn etwas theoretisch zu verstehen und es innerlich als selbstverständlich anzunehmen, sind zwei unterschiedliche Dinge.

Gerade deshalb möchte ich dir Reddit und andere Manifestationscommunities ans Herz legen. Es lohnt sich, mitzulesen, Fragen zu stellen und die Erfahrungen anderer kennenzulernen. Du musst nicht mit jeder Meinung einverstanden sein oder jede Methode übernehmen. Manchmal reicht ein einziger Gedanke aus einer Diskussion, um etwas zu verstehen, das dir zuvor vollkommen unklar war. Und wer weiß, vielleicht kannst du mit deinen eigenen Erfahrungen wiederum jemand anderem helfen.

Ich sehe solche Communities nicht als Konkurrenz zu Witchfloor, anderen Blogs oder Büchern über Manifestieren. Ganz im Gegenteil. Wir können uns gegenseitig unterstützen, voneinander lernen und gemeinsam neue Erkenntnisse entwickeln. Darum soll es meiner Meinung nach gehen.

Neville Goddard und Abdullah: Warum du bereits auf Barbados bist

Eine meiner liebsten Geschichten von Neville Goddard ist die über Barbados. Sie zeigt wunderbar, was mit dem Gefühl des erfüllten Wunsches gemeint ist und warum das Loslassen dabei eine so wichtige Rolle spielt.

Neville lebte damals in New York und wollte unbedingt nach Barbados reisen, wo er aufgewachsen war. Allerdings fehlte ihm das Geld dafür. Also wandte er sich an seinen Lehrer Abdullah, der ihm eine Antwort gab, mit der Neville zunächst überhaupt nichts anfangen konnte: Er sei bereits auf Barbados. Wie bitte? Neville stand doch gerade in New York! Er wollte nach Barbados, war aber nicht dort. Und genau das versuchte er Abdullah zu erklären. Doch Abdullah ließ sich auf diese Diskussion nicht ein. Für ihn war die Sache bereits erledigt. Neville war auf Barbados. Punkt.

Und jetzt überleg einmal, was dahintersteckt. Wenn du bereits auf Barbados bist, musst du nicht mehr überlegen, wie du dorthin kommst. Du musst dir keine Sorgen um das Schiffsticket machen, nicht ständig nach einer Möglichkeit suchen und auch nicht jeden Tag kontrollieren, ob sich endlich etwas getan hat. Warum auch? Du bist ja schon dort!

Das ist der entscheidende Gedanke hinter Neville Goddards Gesetz der Annahme. Es geht nicht darum, verzweifelt auf die Erfüllung eines Wunsches hinzuarbeiten, sondern den Zustand des erfüllten Wunsches innerlich anzunehmen. Neville sollte sich nicht einfach nur vorstellen, irgendwann nach Barbados zu reisen. Er sollte die Welt innerlich aus der Perspektive eines Menschen betrachten, der bereits dort angekommen ist.

Wenn du von New York aus über Barbados nachdenkst, ist Barbados ein Ort, den du erst erreichen möchtest. Wenn du aber innerlich bereits dort bist, verändert sich deine Perspektive. Du denkst nicht mehr darüber nach, wie du dorthin gelangen könntest, sondern darüber, wie es ist, dort zu sein. Neville berichtete später, dass er tatsächlich nach Barbados reisen konnte und dafür ein Schiffsticket erhielt.

Für mich erklärt diese Geschichte das Prinzip hinter Feeling Is the Secret besonders anschaulich. Nicht die Begeisterung über eine bevorstehende Reise ist entscheidend, sondern das innere Wissen, bereits angekommen zu sein. Und wenn du diesen Gedanken einmal wirklich verinnerlicht hast, verstehst du auch, warum das Loslassen nicht erzwungen werden muss.

Witchfloor Hexe manifestiert am Computer ihre Wunschrealität nach Neville Goddards Gesetz der Annahme. Leuchtende Bilder zeigen den erfüllten Endzustand mit Traumhaus, Reisen und tropischem Strand. 💜

Neville Goddard, der Endzustand und das natürliche Loslassen

Wie oft hört man beim Manifestieren, dass man seine Wünsche loslassen muss? Manche Menschen versuchen daraufhin krampfhaft, nicht mehr daran zu denken. Sie verbieten sich bestimmte Gedanken, vermeiden es, nach Ergebnissen zu schauen, und kontrollieren sogar, ob sie inzwischen wirklich losgelassen haben. Aber ist das nicht eigentlich wieder eine Form des Festhaltens? Wenn du ständig überprüfst, ob du endlich losgelassen hast, beschäftigst du dich doch weiterhin mit genau dem Wunsch, den du angeblich nicht mehr verfolgen möchtest.

Für mich ergibt sich das Loslassen deshalb aus dem Identitätswechsel. Wenn du dich innerlich nicht mehr als jemand erlebst, dem etwas fehlt, sondern zunehmend aus der Identität des Menschen lebst, der seinen Wunsch bereits erfüllt sieht, verändert sich auch dein Verhältnis zu diesem Wunsch. Du musst nicht mehr ständig nach Zeichen suchen und brauchst nicht dauernd eine neue Manifestationstechnik auszuprobieren, weil du Angst hast, etwas falsch zu machen. Du befindest dich gedanklich nicht mehr in der Rolle des Menschen, der auf etwas wartet, sondern in der Rolle des Menschen, für den es bereits selbstverständlich ist.

Und irgendwann bemerkst du, dass du gar nicht mehr so häufig darüber nachdenkst. Nicht, weil dir dein Wunsch egal geworden ist, sondern weil du innerlich nicht mehr ständig danach suchst. Genau das ist für mich echtes Loslassen. Du musst deinen Wunsch nicht aufgeben. Du hörst lediglich auf, ihm verzweifelt hinterherzulaufen. So wie du nicht den ganzen Tag darüber nachdenkst, ob du wirklich zu Hause bist, obwohl du gerade gemütlich auf deinem Sofa sitzt.

Von Neville Goddard zu Witch Your Reality: Den Endzustand im Alltag leben

Ich beschäftige mich seit rund 20 Jahren mit Bewusstsein, Manifestieren und den unterschiedlichen Lehren, die sich mit unserer inneren Wirklichkeit befassen. In dieser Zeit habe ich unglaublich viel gelesen, ausprobiert und gelernt. Die Gedanken von Neville Goddard gehören dabei zu den Einflüssen, die mich besonders beschäftigt haben. Und trotzdem möchte ich eines gleich klarstellen: Ich habe das Manifestieren nicht neu erfunden und auch die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen.

Viele der grundlegenden Gedanken meiner Methode Witch Your Reality findest du bereits bei Neville Goddard. Das Gesetz der Annahme, das Gefühl des erfüllten Wunsches und die Vorstellung, dass wir innerlich eine neue Identität annehmen können, gehören zu den zentralen Elementen seiner Lehre. Meine Methode beschäftigt sich besonders damit, wie du diese Gedanken im Alltag noch stärker verinnerlichen kannst. Denn es ist eine Sache, sich abends für zehn Minuten vorzustellen, bereits reich, glücklich oder geliebt zu sein. Eine ganz andere ist es, tagsüber nicht sofort wieder in die gewohnten Gedanken und Verhaltensweisen zurückzufallen.

Aber wie bitte soll das funktionieren, wenn du gerade auf deinen Kontostand schaust und dort etwas völlig anderes steht? Wenn du dir eine glückliche Beziehung wünschst, aber allein auf dem Sofa sitzt? Wenn du ein neues Leben beginnen möchtest, aber jeden Morgen wieder in deiner gewohnten Umgebung aufwachst? Genau mit diesen Fragen habe ich mich beschäftigt, als ich Witch Your Reality entwickelte.

Bei meiner Methode steht der Identitätswechsel im Mittelpunkt. Du beschäftigst dich nicht ausschließlich mit dem Wunsch, sondern mit der Person, die du bereits wärst, wenn dieser Wunsch erfüllt wäre. Wie denkt diese Version von dir? Was würde sie als normal empfinden? Welche Entscheidungen würde sie treffen? Und wie kannst du dich mit dieser Identität so vertraut machen, dass sie sich für dich zunehmend selbstverständlich anfühlt?

Dabei baut meine Herangehensweise auf vier Schritten auf:

  1. Den Wunsch bestellen und die Identität wechseln. Du entscheidest dich bewusst für deinen gewünschten Endzustand und beschäftigst dich mit der Version deiner selbst, für die dieser Zustand bereits selbstverständlich ist.
  2. Aus der neuen Identität leben und loslassen. Du beginnst, diese innere Haltung im Alltag einzunehmen. Das Loslassen entwickelt sich dabei zunehmend von selbst, statt zu einer weiteren Aufgabe zu werden.
  3. Glücklich sein, bevor sich im Außen etwas verändert. Du machst dein Glücklichsein nicht länger ausschließlich davon abhängig, dass ein bestimmtes Ereignis eintritt. Du beginnst, dein Leben bereits jetzt aus einer anderen inneren Haltung zu betrachten.
  4. Die Manifestation erleben. In meiner Methode bildet die äußere Erfüllung des Wunsches den letzten Schritt. Der innere Zustand steht jedoch bereits vorher im Mittelpunkt.

Besonders der dritte Schritt ist mir wichtig. Viele Menschen glauben, dass sie erst glücklich sein dürfen, wenn ihr Wunsch erfüllt ist. Wenn das Geld endlich da ist, die Beziehung funktioniert oder sie in ihrer Traumwohnung leben. Doch bei Witch Your Reality möchte ich genau diese Abhängigkeit auflösen. Du beginnst, dein Glücklichsein nicht ständig in die Zukunft zu verschieben.

Und genau hier sehe ich auch die Verbindung zur Barbados Geschichte. Neville Goddard vermittelt mit Abdullahs Worten das Prinzip des erfüllten Zustands. Mit Witch Your Reality möchte ich dir helfen, diese innere Gewissheit im Alltag noch stärker zu verinnerlichen. Nicht nur für ein paar Minuten auf Barbados sein, sondern innerlich so selbstverständlich dort leben, dass du gar nicht mehr darüber nachdenkst, wie du dorthin kommen sollst.

Mein Bewusstseinsstudium: Warum wir alle unterschiedliche Lehrer brauchen

Wenn ich auf meine rund 20 Jahre Beschäftigung mit Manifestieren und Bewusstsein zurückblicke, erinnert mich diese Reise manchmal an ein Universitätsstudium. Wir beginnen irgendwo, wissen zunächst noch recht wenig und begegnen im Laufe der Zeit den unterschiedlichsten Lehrern. Manche begleiten uns nur für kurze Zeit, andere beschäftigen uns über viele Jahre. Wir lesen Bücher, lernen neue Methoden kennen, hinterfragen unsere bisherigen Annahmen und verbinden unterschiedliche Erkenntnisse miteinander.

Und genau wie an einer Universität verstehen wir nicht immer alles auf Anhieb. Manche Dinge erscheinen uns zunächst vollkommen unlogisch. Wir lesen eine Erklärung, hören sie vielleicht sogar hundertmal und können trotzdem nichts damit anfangen. Dann kommt irgendwann ein anderer Mensch, erklärt im Grunde dasselbe mit anderen Worten oder einem anschaulichen Beispiel, und plötzlich macht es Klick. Bedeutet das jetzt, dass der erste Lehrer falsch lag? Natürlich nicht. Wir konnten mit seiner Erklärung zu diesem Zeitpunkt einfach weniger anfangen.

Mir selbst ist das oft genug passiert. Und ich habe auch erlebt, dass ich etwas Jahre später noch einmal gelesen habe und plötzlich ganz anders verstanden habe als beim ersten Mal. Nicht unbedingt, weil sich der Inhalt verändert hätte, sondern weil ich inzwischen andere Erfahrungen gemacht und neue Zusammenhänge kennengelernt hatte. Manchmal sind wir für einen bestimmten Gedanken einfach noch nicht bereit. Was uns heute nichts sagt, kann in einigen Jahren genau die Erkenntnis sein, die uns noch gefehlt hat.

Das kennen wir doch alle aus der Schule. Manche Menschen verstehen etwas besser, wenn sie es bildlich vor sich sehen. Andere müssen es hören, darüber lesen oder anhand eines praktischen Beispiels erleben. Wieder andere möchten sich zuerst intensiv mit den Hintergründen beschäftigen, während manchen ein einziges anschauliches Beispiel genügt. Wir Menschen sind unterschiedlich, und genau deshalb halte ich wenig davon, eine bestimmte Erklärung oder Methode zum Manifestieren als die einzig richtige darzustellen.

Vielleicht kommst du mit Witch Your Reality wunderbar zurecht. Dann freue ich mich natürlich, wenn du dich durch meine Artikel klickst und später auch mein Buch liest. Vielleicht verstehst du Neville Goddard aber durch die Erklärung eines anderen Menschen viel besser. Auch das ist vollkommen in Ordnung. Du musst nicht meine Methode übernehmen, nur weil sie für mich funktioniert. Wichtig ist, dass du einen Zugang findest, der sich für dich richtig anfühlt.

Und weißt du was? Du bist auch nicht weniger weit entwickelt, nur weil du eine bestimmte Methode noch nicht verstehst oder mit ihr nichts anfangen kannst. Manche Erkenntnisse kommen früher, andere später. Jeder bringt seine eigene Geschichte, seine Erfahrungen und seine Überzeugungen mit. Niemand muss denselben Weg gehen oder im selben Tempo lernen.

Manifestationsmethoden sind keine Konkurrenz, sondern gegenseitige Unterstützung

Was mir besonders am Herzen liegt: Die verschiedenen Manifestationsmethoden stehen für mich nicht in Konkurrenz zueinander. Im Gegenteil. Sie können einander ergänzen, unterstützen und sogar aufeinander aufbauen. Nur weil jemand einen anderen Zugang zum Gesetz der Annahme gefunden hat, bedeutet das nicht, dass dadurch alle bisherigen Methoden falsch werden. Oft entsteht etwas Neues gerade deshalb, weil jemand eine bestehende Idee aufgreift, sie mit eigenen Erfahrungen verbindet und daraus eine weitere Herangehensweise entwickelt.

So sehe ich auch Witch Your Reality. Ich habe mich mit bestehenden Lehren beschäftigt, eigene Erkenntnisse gewonnen und Zusammenhänge entdeckt, die ich auf meine Weise verständlich und praktisch anwendbar machen möchte. Meine Methode soll andere Methoden nicht ersetzen. Sie ist ein weiterer Zugang, der Menschen helfen kann, die mit bisherigen Erklärungen noch nicht ganz zurechtgekommen sind.

Das persönliche Bewusstseinsstudium hört schließlich nicht irgendwann auf. Es ist kein Studium, bei dem wir nach einigen Semestern ein Zeugnis bekommen und anschließend alles wissen. Wir lernen weiter, entdecken neue Perspektiven und manchmal müssen wir sogar Dinge hinterfragen, von denen wir jahrelang überzeugt waren. Und genau darin liegt für mich der Reiz dieser Reise.

Deshalb halte ich auch so viel vom Austausch innerhalb der Manifestationscommunity. Ob Neville Goddard auf Reddit, in Blogs, in Büchern oder persönlichen Gesprächen: Wir können voneinander lernen, uns gegenseitig unterstützen und neue Erkenntnisse miteinander verknüpfen. Vielleicht hilft dir eine Erfahrung, die jemand auf Reddit schildert. Vielleicht findest du in einem Buch eine Erklärung, die dich weiterbringt. Oder du entwickelst selbst einen Gedanken, der wiederum einem anderen Menschen hilft.

Dabei möchte ich dir ausdrücklich ans Herz legen, dich auch mit den Büchern von Neville Goddard selbst zu beschäftigen. Besonders Feeling Is the Secret und Die Macht des Bewusstseins sind interessant, wenn du seine Gedanken zum Gesetz der Annahme und zum Gefühl des erfüllten Wunsches besser verstehen möchtest. Lies nicht nur, was andere Menschen über Neville erzählen, sondern beschäftige dich auch mit seinen eigenen Worten. Mach dir deine Gedanken darüber und entdecke, was du persönlich daraus mitnehmen kannst.

Und noch etwas: Manche Menschen lieben Rituale, Kerzen, Sigillen und Zauberstäbe. Andere brauchen überhaupt keine Hilfsmittel und arbeiten ausschließlich mit ihrer Vorstellungskraft. Auch das ist vollkommen in Ordnung. Wenn du dich mit einem Zauberstab in der Hand wohler fühlst, dann verwende einen. Wenn du lieber auf dem Sofa sitzt und dir deinen gewünschten Endzustand vorstellst, ist das genauso gut. Ein Ritual ist kein Zeichen dafür, dass du etwas noch nicht verstanden hast, und der Verzicht auf Rituale macht dich nicht automatisch zu einem besseren Manifestierer.

Für mich sind solche Hilfsmittel Möglichkeiten, unsere Vorstellungskraft anzuregen und uns mit einer bestimmten inneren Haltung vertraut zu machen. Entscheidend ist nicht, wie aufwendig deine Methode aussieht, sondern ob du dich damit wohlfühlst und sie sich für dich stimmig anfühlt. Du musst nicht das übernehmen, was andere für besonders wirkungsvoll halten. Du darfst deinen eigenen Weg finden.

Alle Wege führen nach Rom, sagt man so schön. Und manchmal treffen wir unterwegs Menschen, die uns ein Stück begleiten, uns etwas erklären oder uns auf eine Möglichkeit aufmerksam machen, die wir bisher völlig übersehen haben. Wir müssen daraus keinen Wettbewerb machen. Wir dürfen uns gegenseitig unterstützen und gemeinsam weiterentwickeln.

Warum dir manche Beispiele auf Witchfloor öfter begegnen werden

Wenn du mehrere meiner Artikel liest, wirst du feststellen, dass ich manche Beispiele wiederholt verwende. Das mache ich nicht, weil mir nichts Neues einfällt oder weil ich vergessen habe, was ich dir bereits erzählt habe. Ganz im Gegenteil. Ich mache das bewusst.

Manchmal reicht es eben nicht, etwas ein einziges Mal zu lesen und zu verstehen. Unser Verstand ist hervorragend darin, alte Überzeugungen zu verteidigen und sofort hundert Gründe zu finden, warum etwas angeblich nicht funktionieren kann. Gerade dann, wenn wir beginnen, unsere gewohnte Sichtweise infrage zu stellen. Deshalb begegnen dir manche Gedanken und Beispiele bei mir immer wieder, manchmal in einem anderen Zusammenhang oder aus einer neuen Perspektive. Wiederholungen helfen uns dabei, Zusammenhänge besser zu verstehen und sie uns langfristig einzuprägen.

Vielleicht liest du heute mein Beispiel mit dem Urlaub und denkst dir nur: Ja, eh logisch. Drei Wochen später liest du es in einem anderen Artikel noch einmal und plötzlich erkennst du, was das mit deiner eigenen Situation zu tun hat. Und genau darum geht es mir. Ich möchte nicht, dass du meine Aussagen einfach übernimmst und mir blind glaubst. Ich möchte, dass du selbst darüber nachdenkst, Zusammenhänge erkennst und deine eigenen Schlüsse ziehst.

Vielleicht schafft es der Zweifler in deinem Kopf dann irgendwann, seine ewigen Einwände ein bisschen leiser zu drehen. Denn der glaubt manchmal mit erstaunlicher Überzeugung daran, was alles unmöglich ist, obwohl er sich mit genau dieser Überzeugung selbst im Weg steht.

Und vielleicht wird es Zeit, auch diese Annahme einmal zu hinterfragen. 🙂

Denn manchmal ist nicht das Unmögliche unser größtes Hindernis, sondern unsere felsenfeste Überzeugung davon, was angeblich alles unmöglich sein soll.

Quellen und weiterführende Literatur

Neville Goddard:

  • Feeling Is the Secret. Neville Goddards bekanntes Werk über das Gefühl des erfüllten Wunsches und die Bedeutung innerer Annahmen.
  • The Power of Awareness (Die Macht des Bewusstseins). Eine vertiefende Beschäftigung mit Bewusstsein, Vorstellungskraft und dem Gesetz der Annahme.
  • Neville Goddard: Thinking Fourth Dimensionally, Class Lesson 3. Eine überlieferte Lektion mit der Geschichte über Abdullah und Barbados.

Reddit und Community:

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